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BUND-Landesverband Hamburg

BUND veröffentlicht „Elbevision“ für das Jahr 2050

30. August 2017

Beim Thema Naturschutz an der Elbe wird die Hafenwirtschaft nervös. Doch ein naturbelassener und renaturierter Fluss wäre letztlich auch für die Wirtschaft ein Gewinn.

Magdeburg/Hamburg: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beschreibt in seiner heute veröffentlichten Vision „Die Elbe im Jahr 2050 – Bericht aus der Zukunft“, welche positiven Effekte eine Renaturierung der Flusslandschaft für die Natur, die Menschen und die Wirtschaft haben kann. Bis zum Jahr 2050 könnten demnach durch eine naturnahe Entwicklung der Flusslandschaft Elbe viele Regionen entlang des Stromes wiederbelebt werden.

„Landschaften mit intakter Natur und Artenvielfalt können die Triebfeder für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in strukturschwachen Regionen an der Mittel- und Oberelbe sein“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Wildnis und naturnahe Kulturlandschaften sind in Deutschland ein knappes Gut. Schon jetzt sind natürliche Flusslandschaften nicht nur Erholungsorte für Touristen, sondern auch attraktiv für das Leben und Wirtschaften in ländlichen Regionen.“

Die BUND-Elbevision – der Blick in die Zukunft zeigt: 2050 ist die Elbe eine weitläufige Auenlandschaft. Deiche sind ins Hinterland verlegt, Deckwerke und Buhnen am Ufer zurückgebaut. Die natürlichen Rückhalteräume nehmen große Wassermassen auf – aus gefährlichen Hochwassern wie etwa in den Jahren 2002 und 2013 werden risikoarme Breitwasser.

An der Tideelbe zwischen Hamburg und der Nordsee werden ebenfalls umfangreiche Rückdeichungen umgesetzt. Hier entstehen im Gezeitenwechsel wertvolle Naturräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die massive Verschlickung der Nebenelben gehört der Vergangenheit an und auch der Unterhaltungsaufwand für den Hamburger Hafen ist gesunken. „In unserer Elbevision haben die Regierungen Hamburgs, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins dazugelernt. Der einzigartige Lebensraum an der Tideelbe wird nicht mehr dem einseitigen Diktat der Hamburger Hafenwirtschaft unterworfen. Schon vor dem Jahr 2050 hat man erkannt, dass ständige Flussvertiefungen der falsche Weg waren“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.  

Alle Elbe-Akteure sind dazu eingeladen, sich in die Umsetzung der Elbevision 2050 einzubringen. Eine erste Gelegenheit bietet der 9. Elbe-Kirchentag am 2. September in der Lutherstadt Wittenberg. Der BUND wird bei vielen weiteren Veranstaltungen das Gespräch mit Entscheidern in Politik und Wirtschaft suchen und auch die Öffentlichkeit in die Debatte einbeziehen.

Weitere Informationen:

www.bund.net/elbevision/
www.bund.net/elbevision-hintergrund/

Pressekontakte:

Dr. Meike Kleinwächter, Projektleiterin Auenökologisches Zentrum des BUND, Tel.: 038792-507 8201; Meike.Kleinwaechter(at)burg-lenzen.de

Iris Brunar, BUND-Koordinatorin Netzwerk Elbe, Tel.: 0340-850 7978, Mobil: 0178-163 0204; E-Mail: iris.brunar(at)bund.net

Laura von Vittorelli, Leiterin Gewässerpolitik des BUND, Tel.: 030-275 86 532; laura.vonvittorelli(at)bund.net

Paul Schmid, Pressesprecher BUND Hamburg, Tel: 040-600 387 12; presse.hamburg(at)bund.net
 

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