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BUND-Landesverband Hamburg

Neues Naturschutzgebiet ersetzt keine nachhaltige Flächenpolitik

01. August 2017 | Artenschutz, Flaechenschutz, Lebensräume, Naturschutz

Der BUND Hamburg begrüßt die Ausweisung des neuen Naturschutzgebietes Neuländer Moorwiesen. Diese kann aber nicht die massive Flächenversiegelung an anderen Stellen rechtfertigen.

Der BUND Hamburg begrüßt die heute von Umweltsenator Kerstan vorgestellte Ausweisung des Naturschutzgebietes Neuländer Moorwiesen. Damit wird der Schutz von Grünland und Niedermoorflächen in Hamburg verbessert. In dem neuen Gebiet sind über 300 Pflanzenarten anzutreffen. Seltene Vögel wie Kiebitz, Bekassine und Rotschenkel finden hier noch einen weitgehend intakten Lebensraum.
 
„Gut, dass der Hamburger Senat die Ausweisung von Naturschutzgebieten voranbringt. Gleichzeitig dürfen solche Ausweisungen nicht dafür genutzt werden, um die massive Flächenversiegelung an anderen Stellen in Hamburg zu rechtfertigen. Aktuell sind allein durch laufende Bebauungspläne über 200 Hektar wertvolle Grünachsen und Landschaftsschutzgebiete bedroht“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Beispiele dafür finden sich u. a. in Rahlstedt (Bebauungsplan Rahlstedt 131), in der Hummelsbüttler Feldmark und im Landschaftsschutzgebiet Öjendorf-Billstedter Geest.
 
Der Versieglungstrend wird laut BUND in den nächsten Jahren noch zunehmen, da allein durch den Neubau der vom Senat jährlich angestrebten 10.000 Wohnungen jedes Jahr ca. 70 Hektar zugebaut würden.
 
Um der Vernichtung von Grün- und Freiflächen Einhalt zu gebieten und Hamburgs Grün zu erhalten, fordert der BUND eine Überarbeitung der Planungsinstrumente Flächennutzungsplan und Landschaftsprogramm sowie eine Netto-Null-Flächenversiegelung ab dem Jahr 2020.
 
Für Rückfragen: Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. (040) 600 387 1 

 

 

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