NA, Trimet, Abis:
Die Position des Kraftwerks im Stadtstaat Hamburg lässt eine ideale Kombination von Strom- Wärmeversorgung zu.

BUND Hamburg:
Für eine ideale Kombination müsste das geplante Kraftwerk wärme- und nicht stromgeführt sein. Durch die geplante Ausrichtung des Kraftwerkes auf die Stromproduktion wird weit über Bedarf Wärme produziert, die in die Elbe entsorgt werden muss und somit ein ökologisches Problem darstellt. Von einer 'idealen' Kombination kann also nicht die Rede sein.

NA, Trimet, Abis:
günstige Versorgung von 150.000 – 200.000 Haushalten mit Fernwärme möglich

BUND Hamburg:
Allein um das Kraftwerk Moorburg an das vorhandene Fernwärmenetz anzuschließen, muss eine 12 Kilometer Versorgungsleitung für ca. 100 Mio. Euro gebaut werden. Diese Kosten werden laut Vattenfall auf den Endkunden umgelegt. Von einer „günstigen Versorgung“ kann daher keine Rede sein.

NA, Trimet, Abis:
sehr hoher Wirkungsgrad von 46,5 % (Durchschnitt Deutschland 38 %) inklusive Kraftwärmekopplung = 61 %

BUND Hamburg:
Mit einem modernen Gas-GuD-Kraftwerk mit Kraftwärmekopplung sind Wirkungsgrade zwischen 80 und 90 % möglich. Daher von einem 'sehr hohen Wirkungsgrad' zu sprechen ist schlicht und ergreifend falsch.

NA, Trimet, Abis:
2,3 Mill. Tonnen CO2-Reduktion als Ersatz für veraltete Kraftwerke in Deutschland

BUND Hamburg:
Das geplante Kraftwerk Moorburg wird 8,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen. Das entspricht 40 % des Hamburger Gesamtausstoßes. Das vom BUND vorgestellte Alternativszenario (Effizienzsteigerung, dezentrale BHKW, Ausbau regenerative Energien, hocheffizientes Gaskraftwerk) kommt mit nur 20% Hälfte an schädlichem CO2 aus.

NA, Trimet, Abis:
Kraftwerk Moorburg unterschreitet die Emissionswerte (BImSchG) für Luftschadstoffe um bis zu 50 %.

BUND Hamburg:
Die Emissionswerte (BImSchG) sind über zehn Jahre alt. Der Gesamtausstoß an Schadstoffen durch das Kraftwerk Moorburg zeigt deutlich eine zusätzliche Gefahr für die Umwelt und die menschliche Gesundheit. So werden z. B. pro Jahr 400 Tonnen lungengängigen Feinstaub erzeugt so wie 6.000 Tonnen an Schwefeldioxid und Stickoxiden. Allein für die Stickoxiden sind das 1.000 Tonnen mehr als der gesamte PKW-Verkehr der Stadt Hamburg im Jahr ausstößt!

NA, Trimet, Abis:
Speicherung von CO2 vertraglich zwischen Vattenfall und Senat vereinbart, sobald technisch und wirtschaftlich realisierbar.

BUND Hamburg:
Selbst die Ingenieure von Vattenfall gehen davon aus, dass es noch mindestens 15 Jahre dauert, bis diese Technik in Großkraftwerken eingesetzt werden kann. Zudem ist es fraglich, ob es jemals wirtschaftlich realisierbar sein wird, da die Kosten für eine solche Anlage heute nicht abzuschätzen sind.

Ungelöst ist die Frage nach geeigneten Endlagern. Experten sind sich uneinig, ob saline Aquifere und alte Gaslagerstätten so dicht sind, dass das CO2 dauerhaft im Boden gehalten werden kann oder ob durch eine Einlagerung das Problem nur verschoben wird.

NA, Trimet, Abis:
bei alternativer Nutzung von Gas weiter Anstieg der Energiekosten

BUND Hamburg:
Eine genaue Prognose über die Entwicklung der Energiekosten lässt sich heute noch nicht treffen. Sollte sich der Emissionshandel und die Kosten für die CO2-Zertifikate wie geplant entwickeln, werden die Stromgestehungkosten für Kohlestrom schon ab 2013 über den Gestehungskosten von Gasstrom liegen.

Sollten Sie noch weitere Fragen zum Thema "Moorburg" haben, stehen wir Ihnen gerne unter 040 - 600 387 0 oder unter bund.hamburg@bund.net zur Verfügung!



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