HAMBURG ATMET AUF! - Die BUND-Kampagne für bessere Luft

Stellen Sie sich vor: „Hamburg atmet auf“ – weil die Schadstoffbelastung der Luft in unserer Stadt drastisch verringert wurde und deutlich weniger Menschen unter Atemwegs-erkrankungen und Herz-Kreislauf-störungen leiden.

Genau das ist das Ziel unserer Kampagne. Und Sie sind herzlich eingeladen, uns bei der Verwirklichung zu unterstützen!

Hamburg ist als Metropole einer starken Belastung von Luftschad-stoffen ausgesetzt. Insbesondere der Straßenverkehr trägt dazu bei, dass die Atemluft von 220.000 Hambur-gerinnen und Hamburgern mit dem gesundheitsschädlichen Reizgas Stick-stoffdioxid (NO2) verschmutzt wird.

Gegen eine zu hohe Konzentration von NO2 hat die EU eine Richtlinie mit Grenzwerten erlassen, um die Bürgerinnen und Bürger – insbesondere die Kinder – vor Erkrankungen der Atemwege, chronischer Bronchitis und Herz-Kreislaufstörungen zu schützen. So darf seit Anfang 2010 im Jahresmittel in einem Kubikmeter Luft nicht mehr als 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid enthalten sein.

Obwohl dies schon Jahre zuvor bekannt war, wird in Hamburg dieser Grenzwert noch immer an vielen Stellen überschritten. Vor allem im Bereich des Hafens und an stark befahrenen Straßen liegt die Stickstoffdioxidbelastung deutlich über dem EU-Grenzwert. An der Max-Brauer-Allee in Altona beispielsweise wurde im Jahresmittel 2011 der Grenzwert um rund 68 Prozent überschritten. Anstatt zu handeln, hat der Senat jedoch eine Verlängerung bis zum Jahreswechsel 2014/2015 beantragt, um erst dann die Grenzwerte einhalten zu müssen. Das ist verantwortungslos!

Erhöhte Belastung in großen Teilen der Stadt

Die Grafik zeigt, dass große Teile Hamburgs eine erhöhte Hintergrundbelastung aufweisen, insbesondere in den Stadtteilen mit hoher Einwohnerdichte. Die Menschen in den orange und rot dargestellten Bereichen sind Belastungen ausgesetzt, die den Grenzwert zum Teil deutlich übersteigen.

Ein Blick auf die Stickoxidbelastungen in Hamburg seit 2002 zeigt, dass in den Hauptverkehrsstraßen seit Jahren die Grenzwerte deutlich überschritten werden.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, schauen Sie sich unseren Flyer zum Thema an oder nehmen Sie Kontakt zu Jürgen Mumme auf.

Weiterführende Informationen

Details zu den Grenzwerten sind hier nachzulesen.

Die tagesaktuellen Messwerte Hamburgs finden Sie im Hamburger Luftmessnetz.

Die Belastungen der einzelnen Straßen sind auf einer Karte farblich dargestellt. Nur die gelben und grünen Abschnitte halten die Grenzwerte ein. Rot, pink und violett stellen allesamt Überschreitungen dar.

Mehr über Entstehung und gesundheitliche Auswirkungen von Stickoxiden finden Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes.