HAMBURG ATMET AUF! - Die BUND-Kampagne für bessere Luft

Hamburg kann ein bisschen aufatmen: Am 5. November hat das Hamburger Verwaltungsgericht die Stadt verurteilt, weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung einzuleiten, um die seit 2010 europaweit geltenden Grenzwerte möglichst schnell einzuhalten.

Stickstoffdioxid (NO2) kann insbesondere bei Kindern und älteren Menschen zu  Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Störungen führen. Rund 220.000 Menschen in Hamburg leben in Gebieten, in denen die NO2-Konzentrationen so hoch sind, dass sie als gesundheitsgefährdend eingestuft werden.

Gegen die zu hohe Konzentration von NO2 in vielen europäischen Städten hat die EU eine Richtlinie mit Grenzwerten erlassen, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen. So darf seit Anfang 2010 im Jahresmittel in einem Kubikmeter Luft nicht mehr als 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid enthalten sein.

Obwohl dies schon seit Jahren bekannt ist, wird in Hamburg dieser Grenzwert an allen Straßen-Messstationen überschritten. An der Max-Brauer-Allee in Altona beispielsweise wird der Grenzwert im Jahresmittel regelmäßig um mehr als die Hälfte überschritten. Anstatt zu handeln, geht der Senat gegen das Urteil aber lieber in Berufung.

Aktuelle Informationen zum Stand der BUND-Klage gegen die zu hohe Stickstoffdioxid-Belastung in Hamburg finden Sie hier.

Erhöhte Belastung in großen Teilen der Stadt

Die Grafik zeigt, dass große Teile Hamburgs eine erhöhte Hintergrundbelastung aufweisen, insbesondere in den Stadtteilen mit hoher Einwohnerdichte. Die Menschen in den orange und rot dargestellten Bereichen sind Belastungen ausgesetzt, die den Grenzwert zum Teil deutlich übersteigen.

Ein Blick auf die Stickoxidbelastungen in Hamburg seit 2002 zeigt, dass in den Hauptverkehrsstraßen seit Jahren die Grenzwerte deutlich überschritten werden.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, schauen Sie sich unseren Flyer zum Thema an oder nehmen Sie Kontakt zu Jürgen Mumme auf.

Weiterführende Informationen

Details zu den Grenzwerten sind hier nachzulesen.

Die tagesaktuellen Messwerte Hamburgs finden Sie im Hamburger Luftmessnetz.

Die Belastungen der einzelnen Straßen sind auf einer Karte farblich dargestellt. Nur die gelben und grünen Abschnitte halten die Grenzwerte ein. Rot, pink und violett stellen allesamt Überschreitungen dar.

Mehr über Entstehung und gesundheitliche Auswirkungen von Stickoxiden finden Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes.