Peter Friemert vom Hamburger Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt (ZEBAU) verwies in diesem Zusammenhang auf die Standards der »Solar-Bauausstellung« 2005 und kritisierte bei der IBA das bisher unzureichende Zusammenspiel von Leitbild, Bau- und Planungsrecht und der möglichen Fördermaßnahmen. Vor allem sei kurzfristig eine gezielte Informationskampagne nötig, um die Marktnachfrage anzuheizen.
BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch sah insbesondere mit der Aufgabe des Projekts »Wohnen in der Landschaft« eine Trendwende der IBA zum Positiven. Auch wenn der Ansatz des Oberbaudirektors nachvollziehbar sei, Flora, Fauna und die Menschen zusammenbringen, verdienten besondere Naturräume auch besonderen Schutz. Für Manfred Braasch machte die BUND-Veranstaltung deutlich, dass die IBA-Macher von ihrem Anspruch, die Wilhelmsburger Bevölkerung in die Konzepte einzubinden, noch meilenweit entfernt sind und er warb hier für eine Beteiligungsoffensive von Seiten der IBA.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion bestätigte der Wilhelmsburger Arzt Manuel Humburg vom Verein »Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg«, dass die Hoffnungen, die die Bürger anfänglich in die IBA gesetzt hätten, langsam schwinde. Es gebe zu viele Fakten, die die Glaubwürdigkeit der IBA beschädigten. Die Ankündigung, die Wilhelmsburger Reichsstraße nur als Autobahn zu verlegen, sahen Humburg und viele Interessierte aus dem Publikum sehr kritisch. Der Erfolg dieser Planung sowie der gesamten IBA entscheide sich an der Wilhelmsburger Bevölkerung. Manuel Humburg forderte deshalb Stadtenwicklungssenatorin Hajduk auf nach Wilhelmsburg zu kommen und sich den Diskussionen persönlich zu stellen.