3. Juli 2009

Jetzt sterben sogar die Aale

Der Hamburger Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) schlägt Alarm: Fischer haben vor Blankenese nur noch tote oder gar keine Fische mehr im Netz. „Jetzt sterben auch die Aale, so schlimm war es schon lange nicht mehr", berichten sie dem BUND Hamburg. Ein Fischer geht davon aus, dass Hunderte Tonnen Fisch verendet sind.

Seit knapp einer Woche fallen die Sauerstoffwerte deutlich unter die fischkritische Grenze von 3 mg pro Liter, zurzeit liegen sie teilweise sogar unter 2 mg. Die Ursache sieht der BUND in der starken Algenblüte in der Oberelbe, insbesondere aber in dem durch die letzte Elbvertiefung dramatisch geschwächten Ökosystem der Tideelbe.

„Seit 1999, also mit der letzten Elbvertiefung, ist die Anzahl der Tage mit fischkritischen Sauerstoffwerten in der Unterelbe drastisch angestiegen", sagt Paul Schmid, Sprecher des BUND Hamburg. „Dass die Sauerstoffwerte bereits bei Wassertemperaturen unter 20 °C regelrecht einbrechen, ist ein klarer Beleg für den gestörten Zustand der Elbe", so der BUND-Sprecher.

Im Hinblick auf die nächste Elbvertiefung geht der BUND Hamburg davon aus, dass weitere gravierende ökologische Probleme auftauchen werden und sich das Sauerstoffproblem nochmals verschärfen wird. Auch die Kühlwasserentnahme für die derzeit insgesamt sieben geplanten Kohlekraftwerke in Hamburg-Moorburg, Stade und Brunsbüttel hält der BUND für unverantwortlich und nicht genehmigungsfähig.

Für Rückfragen: Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. 040-600 38 712

Entwicklung der Sauerstoffsituation seit der letzten Elbvertiefung.

 

 




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